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Liebe und Lust im Alter

Auch wenn das Bedürfnis nach einem erfüllten Liebesleben im Alter nicht zwingend nachlässt, sinkt bei Männern mit den Jahren häufig die sexuelle „Leistungsfähigkeit“. Bei Hämophilie-Betroffenen können noch weitere Einschränkungen hinzukommen.

Ein Aspekt des Älterwerdens ist die Veränderung der Sexualität. Beispielsweise treten bei Männern häufiger Erektionsstörungen auf. Dieses Phänomen betrifft Männer mit und ohne Hämophilie gleichermaßen. Wenn die sexuelle Leistungsfähigkeit ganz oder teilweise eingeschränkt ist, kann man diese Funktionsstörungen meist durch entsprechende Beratung und ggf. durch eine medikamentöse Behandlung überwinden.

Hämophile haben zudem häufig Sorge, dass der Austausch von Intimitäten mit Schmerzen einhergeht. Chronische Gelenkveränderungen wie die hämophile Arthropathie und Blutungen des Musculus iliopsoas, eines der wichtigsten Muskeln für die Hüftbeugung, können zu körperlichen Einschränkungen und Beschwerden beim Geschlechtsverkehr führen. Hier kann es mitunter hilfreich sein, verschiedene Positionen beim Sex auszuprobieren, um herauszufinden, welche möglichst gelenkschonend und schmerzfrei sind. 

Im fortgeschrittenen Alter können auch Krankheiten wie Diabetes, Arterienverkalkung und Bluthochdruck die Sexualität negativ beeinflussen. Medikamente, die zur Behandlung einer Depression oder bestehender Hepatitis-C- und HIV-Infektionen eingesetzt werden, können ebenfalls einen Einfluss auf die Sexualität haben.1  

Wenden Sie sich daher vertrauensvoll an Ihr Behandlungszentrum. Dort kann man Ihnen beratend zur Seite stehen und die Ursache Ihrer Probleme in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachärzten, z. B. Urologen, genauer ermitteln. Zusätzlich können Sexualberatung oder -therapie helfen, sexuelle Funktionsstörungen zu überwinden.

Finden Sie weitere Informationen und Materialien zum Thema: „Liebe und Sex im Alter“ auf der Webseite der Deutschen Seniorenliga.

Bestehende HIV-Infektion

Sexuelle Funktionsstörungen sind bei HIV-positiven Männern häufig. Die Infektion selbst, wie auch die Therapie einer HIV-Infektion, wirkt sich nicht selten negativ auf die sexuelle Lust (Libido) aus. Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet auf ihrer Seite eine umfassende Broschüre zu diesem Thema an.

Quellen: 

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