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HIV- und Hepatitis-Infektionen

Durch die Verunreinigung von Blutspenden wurden in den 80er Jahren viele der dauerbehandlungsbedürftigen Hämophilen mit HIV- und/oder Hepatitis infiziert. Eine starke zusätzliche Belastung für die Betroffenen, heutzutage aber dank hochwirksamer Medikamente behandelbar.

Die Gewinnung von FVIII und FIX aus menschlichem Blut vor rund 50 Jahren war ein bedeutender medizinischer Durchbruch in der Hämophilie-Behandlung. Dennoch war die Entwicklung nicht frei von Rückschlägen: Mitte der 1980er-Jahre wurden viele Patienten durch Faktorkonzentrate aus dem Blutplasma infizierter Blutspender mit HIV, Hepatitis C oder B und anderen Viren infiziert.1

Durch neue Medikationen haben sich die Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene in den letzten 20 Jahren enorm verbessert. Auch wenn HIV noch nicht heilbar ist, gibt es heute wirksame Medikamente, mit welchen HIV-positive Menschen ein nahezu normales Leben führen – und ihre Partner vor einer Ansteckung schützen können. Nichtsdestotrotz stellt eine HIV-Erkrankung für die meisten Betroffenen aufgrund von schwerwiegenden Nebenwirkungen und psychosozialen Aspekten eine große Belastung dar.

Zur Behandlung von Hepatitis C sind mittlerweile Medikamente verfügbar, die bei vielen Patienten eine vollständige Heilung bewirken können. Auch Patienten mit einer fortgeschrittenen Leberzirrhose können heute nicht nur behandelt, sondern in vielen Fällen sogar geheilt werden. In jedem Fall ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Hämophilie-Behandlungszentrum essenziell, um positive Therapieergebnisse zu erzielen. Die meisten Zentren bieten zudem auch eine gezielte psychologische Beratung und Betreuung an.

Umfassende Informationen zur Behandlung sowie ein Verzeichnis bundesweiter Beratungsstellen finden Sie auf der Seite der DHG.

https://www.dhg.de/informationen/hiv-und-hcv/hiv/behandlung.html 

https://www.dhg.de/informationen/hiv-und-hcv/hiv/beratungsstellen.html 

Detaillierte Informationen und Materialien zum Download finden Sie außerdem auf der Webseite der Deutschen AIDS-Hilfe:  

www.aidshilfe.de

Quellen: