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Geht da was? – Alkohol & Hämophilie

Bei Freunden rumhängen, durch Pubs ziehen oder auf einer Party – es gibt viele Situationen, in denen in einer Gruppe mit Alkohol angestoßen wird. Für dich als Jugendlichen mit Hämophilie ist das normalerweise kein Problem, solange du einige Dinge beachtest.

Das Thema Alkohol solltest du allgemein mit deinem Hämophilie-Behandlungszentrum abklären. Das können konkret folgende Fragen sein: 

  • Wie wirkt sich Alkohol auf meine Medikamente aus? 
  • Welche Anpassungen können vorgenommen werden, damit auch in einer Partynacht der Schutz vor Blutungen gewährleistet ist?

Natürlich solltest du auch dein nahes Umfeld über die Erkrankung informieren, um im Notfall Ärzte oder anderes behandelndes Personal auf die bestehende Erkrankung aufmerksam zu machen. In jedem Fall solltest du deinen Hämophilie-Ausweis immer bei dir führen.

 

Locker bleiben?!

Alkohol wäre nicht Alkohol, wenn man nicht auch um seine Effekte wüsste. Man wird dadurch „lockerer“, kann aber auch „leichtsinniger“ werden. Dadurch erhöht sich dein Risiko, sich bei unbedachten Aktionen Verletzungen zuzuziehen. Das ist ein Grund, warum du beim Alkoholkonsum, besonders als Hämophilie-Patient, deine Grenzen kennen und verantwortlich trinken solltest. Es kann aber auch der umgekehrte Fall eintreten: Du hast dich entschlossen, auf Alkohol zu verzichten, aber in der Gruppe wird deine Entscheidung nicht akzeptiert. Auch hier ist es gut, wenn du enge Freunde darüber informiert hast, die dir bei diesem Vorhaben Rückendeckung geben können.

 

Noch vor dem Kater…

… zeigt der Alkohol einige Auswirkungen auf dich und eine Blutgerinnung. Denn wenn die Sinne durch den Alkohol schon etwas eingetrübt sind, wird es zunehmend schwieriger, dir deine Medikamente selbst zu spritzen. Hinzu kommt, dass Alkohol deinem Körper Wasser entzieht. Man spricht von Dehydratation. Durch diesen Wasserverlust sind die Venen weniger gut zu finden. Ein weiterer Aspekt ist, dass Alkohol wie ein Blutverdünner wirkt. Dadurch entstehen nach Alkohol-bedingten Verletzungen länger anhaltende Blutungen. 

 

Tipps

Das Allerwichtigste ist natürlich, dass Du weißt, wo deine Grenzen beim Alkoholkonsum sind. Vielleicht helfen auch die folgenden Tipps, eine schöne und alkoholisch verantwortungsvolle Partynacht zu haben:

  • Ja, man kann planen, wie viel man trinkt. Klingt nicht so spontan, aber wer plant, kann auch nicht böse überrascht werden.
  • Damit der Körper etwas Zeit hat, Alkohol abzubauen, sollte man zwischendurch ein Glas Wasser zu sich nehmen.
  • Außerdem ist es ratsam, keine Getränke zu konsumieren, in denen man den Alkohol nicht schmeckt. 

Und zu guter Letzt: Hilfreich ist auch, wenn die Heimfahrt von einer langen Partynacht frühzeitig geplant wird – so ist sichergestellt, dass du gut nach Hause kommst.