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Coronavirus & Hämophilie

Coronavirus, COVID-19 oder SARS-CoV-2: Diese Begriffe sind gerade in aller Munde. SARS steht hierbei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Der Name weist auf die enge genetische Verwandtschaft mit dem SARS-Erreger hin, welcher 2002/2003 zu einer Epidemie geführt hatte. Die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit trägt die offizielle Bezeichnung COVID-19 (auch Covid-19), kurz für Corona Virus Disease 2019.

SARS-CoV-2 gehört zu den β-Coronaviren und wird daher umgangssprachlich oft auch schlicht als Coronavirus bezeichnet. β-Coronaviren können eine Speziesbarriere überschreiten, also von Tier zu Mensch übertragen werden. Beim Menschen kann es auch schwer verlaufende Infektionskrankheiten, meist der Atemwege, auslösen, sogenannte zoonotische Infektionen.

Vor allem bei älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen kann die Infektion unter Umständen tödlich verlaufen. Aber wie sieht es mit Hämophilie-Patienten aus und was müssen sie beachten?

 

Coronakrise – Wie betrifft mich das als Bluter?

Bin ich besonders gefährdet?

Allgemein gilt: Zu den Risikogruppen zählen neben älteren Menschen und Rauchern auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen des Herzens, der Lunge, der Niere (z. B. Niereninsuffizienz) oder der Leber, mit Krebs oder Diabetes mellitus sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem. 

Hämophilie ist eine Grunderkrankung, das heißt, sie kann Ursache für weitere Erkrankungen sein. Generell ist bei Grunderkrankungen zwar Vorsicht geboten, jedoch handelt es sich bei der Bluterkrankheit nicht um eine Atemwegs- oder eine immunschwächende Krankheit.

Allerdings fallen Hämophilie-Patienten, die vom Blut-AIDS-Skandal der 1980er Jahre betroffen sind, durch ihre HIV- oder AIDS-Erkrankung in die Risikogruppe. Bluter, die Ende der 1970er Jahre durch verunreinigte Faktorkonzentrate mit Hepatitis (Gelbsucht)-Viren infiziert wurden, gehören ebenfalls dazu.

 

Muss ich mir Sorgen um die Medikamentenqualität und -versorgung machen?

Aktuell ist kein erhöhtes Risiko für Blut, Blutbehandlungsprodukte oder Produkte, die aus Plasma gewonnen werden bekannt. Größe, Struktur und Beschaffenheit des Virus‘ sorgen dafür, dass dieses durch die zugelassenen Herstellungsverfahren deaktiviert wird. Daher ist aktuell auch nicht damit zu rechnen, dass sich die offizielle Risikobewertung dieser Produkte ändert.

Die Sicherheit in der Arzneimittelversorgung mit Hämophilie-Faktorprodukten ist bei Pfizer jederzeit gewährleistet.

 

Wie kann ich mich schützen?

 

Auch wenn bereits intensiv daran geforscht wird: Nach aktuellem Stand gibt es keinen Impfstoff, mit dem man sich vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen kann. Die beste Möglichkeit sich selbst und andere vor einer Ansteckung zu bewahren, sind gründliche Präventionsmaßnahmen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat hierzu eine entsprechende Empfehlung mit Maßnahmen zur Kontaktreduzierung herausgegeben.

 Dazu gehören unter anderem:

  • Zuhause bleiben und nur für Versorgungsgänge rausgehen
  • Ca. 1–2 m Abstand zu anderen Personen halten
  • Begrüßungsrituale (Küsschen geben, Händeschütteln) vermeiden
  • Geplante Veranstaltungen, wie Geburtstage, Hochzeiten usw. absagen
  • Auf Gemeinschaftsaktivitäten (Vereine, Sportgruppen) verzichten

 

Darüber hinaus sind gründliche Hygienemaßnahmen unerlässlich.

Auch hierzu gibt eine Reihe von Empfehlungen, die helfen können, die Verbreitung des Virus‘ einzudämmen:

  • Hände vom Gesicht, speziell den Schleimhäuten, fernhalten
  • Niesen und Husten nur in Armbeuge oder Taschentuch
  • Mind. 20-30 Sek. lang Hände mit Wasser und Seife waschen, anschließend gründlich abtrocknen (Wenn möglich mit Einmalhandtüchern)
  • Nutzung eines geeigneten Handdesinfektionsmittels (mind. 3 ml für 30 Sekunden)
  • Achtung: Ein einfacher Vliesmundschutz bietet keinen ausreichenden Schutz vor einer Infektion!
  • Gegenstände und Oberflächen, die häufig genutzt werden (z. B. Smartphone, Schreibtisch) sollten regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden

 

Beim Verdacht auf eine Infektion, bitte nicht direkt zum Hausarzt laufen!

Die Gefahr jemand anderes anzustecken, ist viel zu groß. Wenden Sie sich stattdessen telefonisch an das zuständige Gesundheitsamt, einen Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117.

 

Wichtige Informationen zu COVID-19 gibt es unter: